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Thema: Gibt es Gott?
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Senior Member
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AW: Gibt es Gott?
Wie würde denn für dich eine echte Chance aussehen, selbst zu entscheiden ob gelebtes Christentum zu einem passt oder nicht!??! Die Taufe spielt dabei doch eine eher untergeordnete Rolle! Ich z.B. finde die Strömungen innerhalb der Freikirchen schrecklich, die von ihren Mitgliedern verlangen, sie müssten sich erst im Glauben bewehren, sich von Gott berufen fühlen, um dann eine bewusste Entscheidung für die Taufe zu treffen.
Theologischer angenehmer finde ich den Aspekt, dass es eine Instanz gibt, die zunächst mal zu jedem Kind, ganz ohne sein Zutun ein bedingungsloses "Ja, du bist auf der Welt willkommen" zuspricht.
Und die freie Wahl sehe ich bei der Konfirmation: der Junge Mensch kann seine Taufe bestätigen oder es sein lassen!
Ob nun jemand getauft oder ungetauft in einer Familie aufwächst hat mit der religiösen Sozialisation herzlich wenig zu tun........
Wie gesagt: viele rel. Fanatiker sind sogar gegen die Kindstaufe! Und den Schaden, den Kinder dabei nehmen ist doch viel größer, als wenn sie in einer liberalen christlichen Familie aufwachsen - trotz Taufe!
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AW: Gibt es Gott?
Es ist müßig Dir immer wieder die Grundzüge von Gehirnwäsche zu erklären. Du selbst kannst doch auch nicht einfach sagen Gott existiert nicht. Das ist doch das beste Beispiel dafür wie das Prinzip funktioniert.
Genau so gut könntest Du das Abschlage von Kohlköpfen mit dem Köpfen von Menschen gleich setzen.
Dann solltest Du nicht den Anschein erwecken, als gäbe es das nicht.
Und schon wieder erschließt sich Dir nicht der Unterschied zwischen Kohl und Mensch. Die Fähigkeit zu Lesen hat den Menschen die Unabhängigkeit geschenkt. Religionsunterricht ist dagegen die Bemühung Menschen in Abhängigkeit zu halten.
Mir ist kein Fall bekannt, bei der Atheisten Christen wegen deren Glauben entlassen haben oder gar nicht erst einstellen. Und der zweitgrößte Arbeitgeber nach dem Staat mach genau das. Und siehe da, es sind Christen. Wie verlogen ist das, zu behaupten, das geschähe bei allen Gruppierungen.
Zu einer sachlichen Diskussion wäre Ehrlichkeit von Nöten. Ich kann allerdings nur Vertuschung erkennen.Verübt Taten sinnloser Schönheit und grenzenloser Güte!
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AW: Gibt es Gott?
AHA, und darum schleppt man es in eine fremde Umgebung unter ganz viele Leute und gießt im Wasser übbern Kopp bis es weint. "Herzlich Willkommen".
Und garstig sind eh nur die anderen, gelle.
So wie es angeblich nur die Freikirchen waren, die an der Schuhschachte für Weihnachten mitgemacht haben, dabei waren es ganz offizielle evangelische Landeskirchen, die das Projekt unterstützt haben. Es ist mir zu anstrengend gegen Deine Verdrängungsmechanismen Argumente vorzubringen.Verübt Taten sinnloser Schönheit und grenzenloser Güte!
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AW: Gibt es Gott?
Volle Zustimmung @goblin und @maxima8!!
Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
Was ist denn „schrecklich“ daran @Liebine, wenn ein Mensch als Erwachsener entscheidet sich taufen zu lassen auf Grund seiner/ihrer Überzeugung? Und wieso nehmen „Kinder Schaden“ @Liebine, wenn sie nicht als Kinder getauft werden? Das entzieht sich mir jetzt völlig.
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie mich meine komplette Verwandtschaft genötigt hat zum Konfirmanden-Unterricht u. zur Konfirmation zu gehen, obwohl ich dagegen war u. den ganzen Sinn dahinter nicht verstanden habe. Doch ich wurde trotzdem gezwungen dieses Ritual über mich ergehen zu lassen.
Nach katholischem Kirchenrecht ist ein Kirchenaustritt eine Straftat(Häresie) gegen die Einheit der Kirche u. den Glauben. Als „Beugestrafe“ verlieren die Menschen dann gewisse Rechte u. werden exkommuniziert, um das „Fehlverhalten“ evtl. wieder gut zu machen. Es hat u.a. zur Folge, dass man von den sogenannten „Sakramenten“ ausgeschlossen wird u. bei kirchlichen Arbeitsverhältnissen wird die sofortige Kündigung eingereicht oder man wird erst gar nicht eingestellt.
Für Katholiken ist der Ausschluss von den Sakramenten (fast) ein Verlust ihres „Heils“, weil die Buße/Beichte bei einem Priester zu den heilbringenden Sakramenten gehört. Weshalb es gläubigen Katholiken erheblich schwerer gemacht wird aus der Kirche auszutreten. Dadurch wird die freiwillige Entscheidung manipuliert.
Außerdem bedarf es keiner kirchlichen Instanz um ein Neugeborenes „Willkommen zu heißen“, die christliche Bibel kennt auch keine Kindertaufe, nur die Taufe von Erwachsenen, wenn sie sich (bewusst)entscheiden Christen zu werden. Von daher ist das alles nur Tradition u. Manipulation.
Orientierungshilfen sind sicher wichtig für Kinder u. Jugendliche, aber dann keine erzwungene einseitige u. nur christliche Unterrichtung. Eine freiwillige Wahl hat nur der Mensch, der auch eine Auswahl hat u. nicht schon ab dem Säuglingsalter in eine Doktrin hinein gepresst wird.
LG
Violine"Manch eine wird, das sage ich, in künftigen Zeiten an uns denken."
Sappho, griechische Dichterin (ca 613 - 580 v.u.Z.)
http://www.blogigo.de/Frauen_bewegen_Frauen
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AW: Gibt es Gott?
[QUOTE=maxima8;68949
So wie es angeblich nur die Freikirchen waren, die an der Schuhschachte für Weihnachten mitgemacht haben, dabei waren es ganz offizielle evangelische Landeskirchen, die das Projekt unterstützt haben. Es ist mir zu anstrengend gegen Deine Verdrängungsmechanismen Argumente vorzubringen.[/QUOTE]
Ich verdränge nicht - du liest meine Beiträge nicht ordentlich. Mehrmals erwähnte ich, dass die EKD ein sehr großes Spektrum, von absolut liberal bis extrem fundamental "zulässt", aufgrund der Tatsache, dass sie Pluralität befürwortet.
Und diese Schuhkartongeschichte ging von der evangelikalen Seite aus. In dem Ort, in dem ich lebe, lehnte die ev. Kirchengemeinde diese Aktion ab. Es war ausschließlich eine Freikirche, die nicht zur Landeskirche gehörte.
Dieses Beispiel zeigt sogar sehr gut, dass es innerhalb der ev. Kirche viel mehr Konflikte und Meinungsverschiedenheiten gibt als in der röm.-kath. Eben weil wir keine Hierarchie haben, die uns vorschreibt, was richtig und was falsch ist.
Und den Vorwurf, ich würde verdrängen statt deinen Argumtenten gegenüber aufgeschlossen zu sein, kann ich zurück geben. Geh doch mal in dich und reflektiere, inwiefern du die Argument zulässt, die die Kirche als liberal und befreiend darstellen.
Die scheint es in deinen Augen nicht zu geben, da dich ausschließlich an den konservativen fundamentalistischen ChristInnen orientierst.
Insofern empfinde ich es ebenso als anstrengend gegen deine Verdrängungsmechanismen weitere Argumente vorzubringen.
Denn solange es für dich kein liberales Christentum gibt, ist es einfach aussichtslos!
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AW: Gibt es Gott?
Am spannendsten ist immer zu beobachten, wie Du Dich um die Wahrheit herum windest. Meine Aussage war, dass die Aktion von den evangelischen Landeskirchen unterstützt wurde. Du verklausulierst Deine Aussagen so, dass der Eindruck entsteht, die "gute" evangelische Kirche hätte damit ja überhaupt nichts zu tun. Die Katholiken unter den Christen sind die garstigen, die Evangelikalen unter den Evangelischen sind die garstigen. Alle nur nicht Du und irgend eine difuse Menge an "Guten" Christen? Was wird die nächste Einschränkung sein??
Ja, und ihr stammt auch nicht vom Affen ab und seid auch ansonsten frei von jeglichenphysischen und psychischen Abhängigkeiten. Träum weiter.
Eigentlich hätte ich viel lieber von Lügen gesprochen als von Verdrängen, denn neben der Tatsache, dass Du alles, was Dir unangenehm ist, einfach unter den Tisch fallen lässt, formulierst Du permanent so, dass Du die Wahrheit umgehen kannst.
Beispiel Beten. Beispiel Schuhkartonaktion.
Also genau genommen orientiere ich mich an Dir. Du bist diejenige, die die Entlassung von Nichtchristen befürwortet, Du bist doch das beste Beispiel für den unverbesserlichen Fundamentalismus der Kirche. Ich stelle mir eine Welt mit Euch "liberalen" Christen vor, in der alle Unternehmen in offiziell christlicher Hand sind. Dort dürfen die Nichtchristen dann verhungern oder von Almosen leben.Verübt Taten sinnloser Schönheit und grenzenloser Güte!
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AW: Gibt es Gott?
Friedlich, Leute, alles wird gut. ;-)
Dass Gott alles andere ist als der humorlose Korinthenk*****, als der er manchen erscheint, habe ich schon erleben dürfen. Aber who the fuck is Evan?"Die kollektive Form des absurden Verhaltens ist wohl die gefährlichste, weil die Absurdität niemandem mehr auffällt und weil sie als 'Normalität' sanktioniert wird." (Alice Miller)
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AW: Gibt es Gott?
Liebe maxima8, natürlich nehme ich mit offenen Augen wahr, was in der ev. Kirche passiert. Und natürlich bin ich alles andere als glücklich darüber, dass die evangelikalen Strömungen zunehmen. Ich selbst habe keine Ahnung, woran das liegt. Es scheint fast so, dass die Menschen, die überhaupt noch glauben, immer fundamentalistischer werden.
Aber eines weiß ich ebenso gewiss: es ist nicht die EKD, die mit irgendwelchen Denkschriften oder Indoktrinationen ihre Mitglieder dazu verführt. Ich habe den Eindruck, der Einfluss der Evangelikalen aus den USA stößt bei vielen Evangelischen auf offene Ohren.
Dabei würde ich mir eine Kirche wünschen, die so viel Rückgrat besitzt, diese Strömungen als menschenfeindlich und gefährlich einzustufen. Und damit müssten sie konsequenterweise ausgeschlossen werden.
Wie ich bereits schreib toleriert und akzeptiert die EKD leider unter dem Deckmantel der Pluralität diese Freikirchen. Ich selbst haben schon in einigen Gemeinden sehr merkwürdige "charismatische" Gottesdienste erlebt und mich daraufhin schriftlich an die bayrische Landeskirche gewandt, um mich über deren Theologie zu beschweren. Da wurden während des ganzen Gottesdienstes nur irgendwelche Lobpreislieder über den ach so tollen, allmächtigen Gott besungen, mit dem, wenn wir ihn an unserer Seite haben, alles tun dürften. Es war schrecklich - denn es wurden ebenso ausschließlich Lieder aus den USA kommend, gesungen. Und was da inhaltlich rüberkam hatte faschistische Züge!
Passiert ist leider nichts! Und genau das ist eines meiner schärfsten und größten Kritikpunkte: Auf der einen Seite verfasst die EKD so weltoffene, liberale Texte, aber auf der anderen Seite ist sie nicht daran interessiert, diese kompromisslos umzusetzen.
Nicht wenige Menschen fühlen sich in diesen Momentan von ihrer Kirche im Stich gelassen.
Denn was bringt es z.B. einem homosexuellen Pfarrer, wenn er weiß, die Landesskirche steht hinter ihm, aber letztendlich darf dann die Dorfgemeinde entscheiden, ob sie ihn akzeptiert oder nicht.
Für mich sind das Bereiche in welcher gerade die EV. Kirche klar Stellung beziehen muss. Aber mit ihrer Einstellung "Bei uns sind alle willkommen" gibt sie den Evangelikalen und Fundamentalisten immer mehr Spielraum, deren Theologie zu gestalten.
Da spüren mittlerweile nicht nur immer mehr Kirchengemeinden, sondern auch an den Universitäten scheint langsam ein anderer Wind zu wehen. Die Konflikte zwischen den liberalen und den "echten" bibeltreuen Christen nehmen zu!
Ich halte das insofern für verrückt, da ich sehr viele Katholiken erlebe, deren Aufschrei nach Veränderungen immer größer werden, die sich nach Fortschritt und Liberalität sehnen, während bei uns Evangelischen ein Rückwärtstrend zu beobachten ist.
Woran liegt das?
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