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  1. #11
    Senior Member
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    Leipzig
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    AW: Slutwalk/Bloggerinnen

    Hallo,

    was mich an der ganzen "Diskussion" ärgert ist, dass die Vielfalt an Feminismen nicht ausgehalten wird, bzw. diese Vielfalt nicht als Bereicherung und Chance begriffen wird.
    Ich fände es furchtbar, wenn alle einer Meinung wären. Sowas gehört in Deutschland zum Glück der Vergangenheit an.

    Ich z.B. lese auch die an.schläge und die diestandard.at. Mit deren Positionen zu Prostitution/Sexarbeit stimme ich überhaupt nicht überein. Aber das ist auch nicht schlimm. Es sollte darum gehen, trotz divergierender Meinungen, Brücken zu finden, die man beschreiten kann, um sich zu treffen und gemeinsam zu arbeiten.

    Was mich weiter ärgert, ist das Unwissen und der damit einhergehende respektlose Umgang mit den älteren Feministinnen wie z. B. Alice Schwarzer. Unglaublich! Die ganzen Unterstellungen, wie z. B. ihr angeblicher Monopolanspruch an den deutschen Feminismus. Wenn sie die EMMA oder andere feministische Medien lesen würden, dann würden sie erkennen, dass dies nicht der Fall ist. Es gibt zig engagierte feministische Menschen, die eben nicht Alice Schwarzer nach dem Mund reden!!

  2. #12

    AW: Slutwalk/Bloggerinnen

    Naja, die MM-Autorin Nadine Lantzsch hat Alice Schwarzer jüngst vorgeworfen, eine "lust- und sexfeindliche Emanze" zu sein, deren Feminismus "heterosexistisch, sexarbeitsfeindlich, transphob und rassistisch" sei. Und in dem Text einer anderen Bloggerin hieß es: "Die EMMA braucht mich nicht, weil sie weiterhin ihr latent-rassistisches, orientalistisches, stark begrenztes Weltbild braucht. Und deswegen brauche ich die EMMA und auch Alice Schwarzer nicht."

    Also das ist schon mehr als nur eine feministische Vielfalt oder ein nur scheinbares Gegeneinander, das lediglich von Außen wie ein Gegeneinander aussieht.
    Es ist aber nicht das Gegeneinander von jungen und alten Feministinnen. Die MM-Autorinnen sind auch meine Generation und ich bin auf Seiten der EMMA - wie wahrscheinlich die meisten jungen Frauen, für die Feminismus kein negativ besetzter Begriff ist, wenig mit der Vorstellung anfangen könnten, dass es abscheulicher Rassismus ist, wenn "frauisierte weiß Positionierte" mit schwarzer Farbe auf der Haut gegen den Islamismus demonstrieren; und dass dieser abscheuliche Rassimus mit stalinistisch anmutender Selbstkritik geahndet werden müsse. (Mich erinnert das ja an den Vorwurf der "Männerfeindlichkeit".)

    Es ist eher eine Differenz zwischen pragmatischen (von mir aus auch bürgerlichen) Feministinnen und einer linksradikalen (von mir aus auch linken) Subkultur, die sich mit ihrem Einsatz für "kritisches Weißsein", gegen "antimuslimischen Rassismus" und die Akzeptanz von "Sexarbeit" einfach in einem anderen Rahmen bewegt. Wobei diese Ansätze selbst innerhalb der linksradikalen Szene umstritten sind. Googlet mal No-Border Camp 2012. Da kam es zu ähnlichen Auseinandersetzungen: http://freeweb.dnet.it/antifhain/fen...ordercamp.html

  3. #13
    Junior Member Avatar von Bibliophilia
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    11

    AW: Slutwalk/Bloggerinnen

    Zitat Zitat von Lecker Käsebrot und Gurke Beitrag anzeigen
    Naja, die MM-Autorin Nadine Lantzsch hat Alice Schwarzer jüngst vorgeworfen, eine "lust- und sexfeindliche Emanze" zu sein, deren Feminismus "heterosexistisch, sexarbeitsfeindlich, transphob und rassistisch" sei. Und in dem Text einer anderen Bloggerin hieß es: "Die EMMA braucht mich nicht, weil sie weiterhin ihr latent-rassistisches, orientalistisches, stark begrenztes Weltbild braucht. Und deswegen brauche ich die EMMA und auch Alice Schwarzer nicht."

    Also das ist schon mehr als nur eine feministische Vielfalt oder ein nur scheinbares Gegeneinander, das lediglich von Außen wie ein Gegeneinander aussieht.
    Genau die von Dir zitierten Texte haben mich dazu gebracht, diesen Thread hier aufzumachen. Ich halte das auch nicht für ein nur _scheinbares_ Gegeneinander.

    Wenn es nur nach dem Alter ginge, wäre ich dem "neuen" Feminismus wesentlich näher als dem "alten", angeblich überholten. Von den Inhalten her bin ich aber klar EMMA, nicht MM. Wobei ich mich schon frage, was o.g. hasserfüllte Postings letztlich bezwecken sollen...
    LG,
    Bibliophilia

  4. #14
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    151

    AW: Slutwalk/Bloggerinnen

    Sensibilität gegen Rassismen und Homophobie ist keine "stalinistische Selbstkritik".

    Da wird auf ganz perfide Weise eine Hierarchie der Unterdrückungsmechanismen eingeführt.

  5. #15
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    AW: Slutwalk/Bloggerinnen

    Zitat Zitat von Barbarie Beitrag anzeigen
    Sensibilität gegen Rassismen und Homophobie ist keine "stalinistische Selbstkritik".
    das poblem daran ist, dass diese "rassismen und homophobie" zum größten teil auf DefMa und standpunktheorie gründen, also rein subjektivistischer natur, zirkelschlüssig, nicht widerlegbar, beliebig ausdehnbar und auf einer moralischen ebene gegen kritik immun sind. überdies generieren sie eine diskrimierungs- und "sensibilitäts"-ralley.

  6. #16
    Senior Member
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    151

    AW: Slutwalk/Bloggerinnen

    Zitat Zitat von zweite meinung Beitrag anzeigen
    das poblem daran ist, dass diese "rassismen und homophobie" zum größten teil auf DefMa und standpunktheorie gründen, also rein subjektivistischer natur, zirkelschlüssig, nicht widerlegbar, beliebig ausdehnbar und auf einer moralischen ebene gegen kritik immun sind. überdies generieren sie eine diskrimierungs- und "sensibilitäts"-ralley.
    Inwiefern unterscheidet sich das von Sexismus? Ich gehe doch bis jetzt davon aus, dass Rassismus, Homophobie und Sexismus alles relativ handfeste, analysierbare Sachverhalte sind.

  7. #17
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    AW: Slutwalk/Bloggerinnen

    Zitat Zitat von Barbarie Beitrag anzeigen
    Inwiefern unterscheidet sich das von Sexismus?
    gar nicht.

    Zitat Zitat von Barbarie Beitrag anzeigen
    Ich gehe doch bis jetzt davon aus, dass Rassismus, Homophobie und Sexismus alles relativ handfeste, analysierbare Sachverhalte sind.
    sicher ist da einiges handfest & analysierbar. aber vieles beruht auf subjektiver wahrnehmung. das ist sogar gewünscht und mit einer "theorie" (standpunkttheorie) begründet. "betroffene" haben die definitionsmacht und können sich per selbstbezeichnung gleich noch selbst zu betroffenen erklären, sofern sie den richtigen "standpunkt" haben.

    dann kann es leicht passieren, dass die bekämpfung einer diskriminierung durch den anspruch sabotiert wird, eine andere oder gleich jede diskriminierung müsse bekämpft werden, und eine aktion wie der slutwalk müsse antirassismus, antifaschismus, antiheterosexismus, antiableismus, antispeziesimus, veganismus, antiadultismus, antiweightism, antiheightism, antilookism, antisinglelism … usw. abbilden und zwar ohne "paternalistisch" für andere zu sprechen.

  8. #18
    Junior Member Avatar von Robin
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    AW: Slutwalk/Bloggerinnen

    Hi,

    ich habe mich extra angemeldet, um der Emma-Redaktion für diesen Artikel zu danken!! Was da an Nebulösen von der Mädchenmannschaft herausgegeben wurde, kann man wohl kaum als Information bezeichnen...

    Seit September warte ich darauf, dass jemand endlich mal Klartext redet und diese blöden Vorwürfe bzgl. Blackfacing etc. aufklärt. Ich finde nämlich, die Slutwalkerinnen haben überhaupt nichts falsch gemacht. Es ist einfach nur hammermäßig, mit wie viel Hass die plötzlich konfrontiert waren! Naja, und jetzt, wo ihr euch mal dazwischen gestellt habt, kriegt ihr es plötzlich ab...

    Jedenfalls hat mir der Artikel aus der Seele gesprochen! Das war übrigens meine erste "Emma". Den Rest habe ich bis jetzt nur mal quergelesen, aber bisher gefällt mir das Magazin sehr gut und wenn es so bleibt, habt ihr wohl eine neue Stammleserin gewonnen
    Was ich von diesem ganzen Skandälchen halte, habe ich auf meinen Blog nochmal ausführlicher dargelegt - ich hoffe, ich darf das hier verlinken: klick

    lg
    Robin

  9. #19
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    AW: Slutwalk/Bloggerinnen

    Zitat Zitat von Barbarie Beitrag anzeigen
    Inwiefern unterscheidet sich das von Sexismus? Ich gehe doch bis jetzt davon aus, dass Rassismus, Homophobie und Sexismus alles relativ handfeste, analysierbare Sachverhalte sind.
    Aber nicht im Sinne der Definitionsmacht.
    Kurz gesagt: Die Selbstdefinition, von ...ismus betroffen zu sein, ist der nicht hinterfragbare Beweis dessen. Eine Begründung wird nicht geschuldet, denn es ist von ...ismus Betroffenen nicht zuzumuten, ihre Betroffenheit auch noch erklären zu müssen. Die angeblich ...istische Handlung nur zu beschreiben kann selbst schon ...istisch sein, weil durch die Beschreibung ...ismen reproduziert würden. Wer sich gegen den Vorwurf des ...ismus verteidigt, handelt dadurch erneut ...istisch, da die Verteidigung wiederum ...ismen reproduziert.

    Wozu dieses an sich schon bizarre Konzept bei dessen Anwendung in der Realität führt, zeigte sich ja an den Ereignissen in Zusammenhang mit der Geburtstagsparty der Mädchenmannschaft samt deren - euphemistisch gesagt - Neuaufstellung.

  10. #20
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    AW: Slutwalk/Bloggerinnen

    Zum Glück haben einige MM-Aussteigerinnen nun eigene Online-Projekte.
    Welche den? Kannst du bitte Links Posten.

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